Soziales Lernen

Wir sind davon überzeugt, dass eine umfassende schulische Erziehung und Bildung Wissensvermittlung mit Werteerziehung, Entwicklung sozialer Fähigkeiten und Selbstverantwortung der Schülerinnen und Schüler verbinden muss. Darum spielt das Erlernen und Vertiefen sozialer Kompetenzen, v. a. die Entwicklung von Selbstwertgefühl, Gemeinschaftsbewusstsein, Gefühlsmanagement und Konfliktfähigkeit, innerhalb und außerhalb des Unterrichts am Ravensberger Gymnasium eine wichtige Rolle. Denn eine durch soziales Lernen geschaffene angenehme Klassen- und Schulatmosphäre ist die Grundlage für Motivation und Leistungsbereitschaft.

Je  mehr Kinder und Jugendliche in der Schule lernen, in der Gemeinschaft  mit anderen zu leben, Konflikte zu lösen  und Verantwortung  zu übernehmen, desto mehr werden sie auch in der Entwicklung ihrer eigenen Persönlichkeit gefördert. Und so hat soziales Lernen im Dienst einer „Ich-Stärkung“ seine Bedeutung  auch im Rahmen der Gesundheitserziehung an unserer Schule.  Eine Verknüpfung mit Unterrichtseinheiten über  Ernährung, Bewegung, Genuss- und Suchtmittel wird im Fachunterricht (Biologie, Sport u.a.) wie auch in kurz- und langfristigen Projekten bewusst angestrebt.

Sämtliche Projekte, Elternabend und Aktionen zum sozialen Lernen finden Sie hier im Überblick.

Soziales Lernen in Klasse 5 und 6

Soziales Lernen ist während der gesamten Schulzeit von zentraler Bedeutung. Es spielt jedoch beim Übergang von der Grundschule zum Gymnasium eine besonders wichtige Rolle. In der Jahrgangsstufe 5 müssen sich  die Schülerinnen und Schüler in einer fremden Lernumgebung zurechtfinden, als neue Klassengemeinschaft zusammenwachsen und ungewohnte Herausforderungen meistern. Darum sind die Klassengemeinschaftstage in Gut Bustedt eine gute Gelegenheit, um die neuen Mitschülerinnen und Mitschüler besser kennenzulernen.

Das „Wohlfühlbarometer“ gibt den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern regelmäßig einen aktuellen Überblick über die Atmosphäre in ihrer Klasse und eröffnet die Möglichkeit, Probleme sofort anzusprechen.

Außerdem werden zwei Bausteine zum sozialen Lernen durchgeführt: Unter dem Titel „Wir gehören zusammen“ geht es im ersten Baustein um die Entwicklung von Gemeinschaftsbewusstsein in der neuen Klasse. Der zweite Baustein („Das bin ich“) beschäftigt sich mit der Stärkung des Selbstwertgefühls. Für einige Schülerinnen und Schüler, die auf den Wechsel von der Grundschule zum Gymnasium mit Verunsicherung reagieren, gibt es am RGH die AG „Mittendrin“, die die Integration zurückhaltender Kinder in das Schulleben fördert.

In der Jahrgangsstufe 6 stehen die Themen „Umgang mit Gefühlen“ sowie „Konfliktfähigkeit“ im Mittelpunkt des sozialen Lernens.

Seit dem letzten Schuljahr  nehmen unsere 5. Klassen an einem zweijährigen Unterrichtsprogramm  des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord)  unter dem Titel „Eigenständig werden 5+6“ teil. Das von der Deutschen Krebshilfe geförderte Programm verbindet  Unterrichtseinheiten zum sozialen Lernen und zur Suchtvorbeugung miteinander. Die Inhalte sind:

  • in J5: Klasse sein – Gemeinschaft werden / Klassenregeln / Miteinander sprechen – Kommunikation / Feedback / Und was jetzt? (Problemlösen) / Weniger ist mehr – Liebe Gewohnheiten / Aktionsparcours: Nikotin
  • in J6: Stärken stärken / Anders sein / Konflikte lösen / Stress und Entspannung / Mobbing / Aktionsparcours: Alkohol

 Nähere Informationen über dieses Unterrichtsprogramm sind unter www.eigenständigwerden.de erhältlich.

Soziales Lernen ab Klasse 7

Den spezifischen Problemen von Mädchen und Jungen in der Pubertät widmet sich in der Jahrgangsstufe 7 die in den Unterricht integrierte Mädchen-AG und Jungen-AG. Speziell für die Jahrgangsstufen 8 und 9 werden zur Zeit Konzepte mit außerschulischen Partnern erarbeitet.

Den älteren Schülerinnen und Schülern bieten sich vielfältige Möglichkeiten zur Anwendung ihrer sozialen Kompetenzen, z. B. in der Schülervertretung (SV), im Projekt „Schüler helfen Schülern“ oder als Patinnen und Paten der „Kleinen“.