Übergang zum Gymnasium

Erste Eindrücke

Wenn die Kinder im Alter von neun, zehn oder elf Jahren zu uns kommen, machen wir immer die gleichen Beobachtungen. Als Viertklässler in der Grundschule gehört man zu den Großen – man kennt das Gebäude, die wichtigen Personen, die Abläufe usw. Am Gymnasium ist fast alles neu. Kein Wunder, dass man sich hier erst einmal zurechtfinden muss. Deshalb sind die meisten Kinder anfangs noch etwas zurückhaltend, dann aber erkennen sie die vielen Chancen, die ihnen das Gymnasium bietet.

Die Vielfalt der Räume und Fächer wird als ungeheuer abwechslungsreich empfunden, das Gebäude birgt zahlreiche Überraschungen, hinter jeder zweiten Ecke gibt es eine neue Attraktion. Schon deshalb ist das Gymnasium spannend und auch eine tolle Sache. Das Lerntempo ist (vielleicht) etwas höher, aber viele Mitschülerinnen und Mitschüler sind einfallsreich und zeigen neue Möglichkeiten auf, was und wie man lernen kann, um die Welt (noch besser) in den Griff zu bekommen. Mit Wissbegierde und großem Eifer stürzen sich die Kinder auf die neuen Aufgaben.

Wie versuchen wir den Übergang auf das Gymnasium zu erleichtern?

Nicht allen Kindern fällt die Umstellung leicht. Jedes Kind reagiert anders auf den Wechsel von der Grundschule zum Gymnasium. In den ersten Unterrichtswochen wird deshalb noch nicht mit Volldampf unterrichtet. Wir bemühen uns, die Übergangsschwierigkeiten abzufedern, und versuchen, auf die verständlichen Unsicherheiten, aber auch auf die Neugierde der Kinder angemessen einzugehen.

Ausgangspunkt: Inhalte und Methoden der Grundschule

Grundsätzlich erstreben wir einen kindgerechten Unterricht, der an die Inhalte und Methoden der Grundschule anknüpft. Da die Kinder aus sehr vielen Klassen mit oft unterschiedlichen Erfahrungen zu uns kommen, gibt es immer die Notwendigkeit, eine Phase der Angleichung und Annäherung einzuschieben, die eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Als zentrale Aufgabe sehen wir es dabei an, das richtige Maß zu finden zwischen Förderung (Aufmunterung, individuelle Zuwendung, gezielte Hilfestellung) und Anforderung in der Sache (Ziel möglichst umfassender Lernfortschritte).