Erinnerung an Heiko Ploeger
An der Gedenkstunde für den von den Nationalsozialisten ermordeten Heiko Ploeger haben sich in diesem Jahr auch RGH-Schüler beteiligt.
Mit Rafaela Kula vom Atelier Ostbahnhof führten Mathilda Jürging (Q1) und Soenke Plappert (Q2) in der Gedenkstunde ein Gespräch darüber, was das Gedenken an die Opfer des NS-Regimes heute bedeutet. Sie erzählten außerdem von ihren Eindrücken beim Besuch der KZ-Gedenkstätte Sobibor und berichteten von ihrer Begegnung mit der niederländischen Holocaustüberlebenden Rozette Kats, die Schulpatin des RGH-Projekts "Schule ohne Rassismus" ist. Zuvor hatten der Landrat Mirko Schmidt, Herfords Bürgermeisterin Anke Theisen und Friedel Böse, Mitglied im Kuratorium "Erinnern, Forschen Gedenken", an Heiko Ploeger und seine Frau Henny erinnert.
Heiko Ploeger, Arbeiter im Bielefelder Dürkoppwerk und Gewerkschafter, war im September 1944 hingerichtet worden, weil er ausländische Radiosender gehört hatte, um sich unzensiert über die Kriegslage zu informieren. Seine Frau Henny erkrankte schwer und überlebte ihren Mann nur um wenige Monate. Beide sind heute auf dem Friedhof Ewiger Frieden begraben. Jahr für Jahr erinnern der Herforder DGB, das Kuratorium "Erinnern, Forschen, Gedenken" und Vertreter der Stadt Herford am 15.9., Heiko Ploegers Todestag, an den Gegner des NS-Regimes und legen Kränze an den Gräbern des Paares nieder.