Rainer Eppelmann als Zeitzeuge am RGH

"Diktatur oder Demokratie?" - Diese Frage war das Leitmotiv des Vortrags von Eppelmann, der 1943 in Berlin geboren wurde. Die Schülerinnen und Schüler für den Wert der Demokratie zu sensibilisieren, war das wichtigste Ziel des Zeitzeugen. Eppelmann berichtete z.B. von seiner Schulzeit, als es ihm untersagt wurde, in Ost-Berlin das Abitur abzulegen. Er wechselte an ein Gymnasium im Westteil der Stadt, doch nach dem Mauerbau 1961 musste er den Schulbesuch abbrechen. "Wir reisten allabendlich aus," erinnerte er sich und meinte das in der DDR zu empfangende Westfernsehen, das bei den Ostdeutschen den Wunsch nach Freiheit und besseren Lebensverhältnissen wachhielt. Eppelmanns Wunsch, mit dem er seinen Vortrag schloss: "Ich möchte wenigstens 93 Jahre alt werden. Dann habe ich ein Jahr länger in der Demokratie als in der Diktatur gelebt."

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