Kafkaeskes Schauspiel

Kafkas Novelle „Die Verwandlung“, in der der Handlungsreisende Gregor Samsa eines Morgens als „ungeheures Ungeziefer“ erwacht, zeigte der Q1-Literaturkurs in einer Bühnenfassung.

Ist Gregor Samsa nach seiner Verwandlung von den Zwängen seines bürgerlichen Lebens befreit? Als Versorger seiner Familie fällt der monströse Käfer, der von acht Schülerinnen und Schülern dargestellt wurde, schließlich aus. Seine Schwester Grete, die Eltern, der Prokurist seiner Firma, Ärzte und Journalisten, die hinzukommen, schwanken zwischen Fürsorge, Unverständnis, Ekel, Faszination für das außergewöhnliche medizinische Phänomen und Sensationsgier.

KafkaUnter der Leitung von Literaturkurslehrer Herrn Kloos haben die Schülerinnen und Schüler eine aktuelle Interpretation des Kafkatextes erarbeitet, in der viele Themen anklangen, die sie offensichtlich sehr persönlich bewegen: äußerer Druck und Freiheitswille, der Wunsch nach Akzeptanz und die Angst zu versagen. Mit der schwarz verhängten Bühne, sparsamen Requisiten, Lichteffekten, der Mehrfachbesetzung vieler Rollen, Musikeinspielungen von Queen („Under Pressure“) bis Peter Gabriel („My Body is a Cage“), Tanzszenen (Einstudierung: Paula Salas Poblete) und einem Gesangsduett (Aaron Ellermann und Paulin Alida Linke) gestalteten sie einen packenden und eindringlichen Theaterabend und erhielten großen Applaus.

Applaus

 

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