"Faust" als Einpersonenstück

Goethes Theaterstück sahen die Schüler der Q2 am 18.11. in einer besonderen Inszenierung: Der Schauspieler Ekkehard Voigt übernahm alle Rollen und bezog auch das Publikum in die Aufführung ein.

Ekkehard Voigt hatte den "Faust" recht frei inszeniert. Er trat zunächst als "Teufelslehrer" auf, der zeigt, wie er die Menschen manipulieren kann. Anschließend schlüpfte er in die Rollen von Faust, Mephisto, Gretchen und Martha. Gelegentlich engagierte er auch Schülerinnen und Schüler für kleinere Aufgaben, z.B. als Ansager oder Türklopfer. Das Publikum musste außerdem immer wieder damit rechnen, zum Stück befragt zu werden ("Wie geht es nun weiter?") oder selbst Stellung zu beziehen. Das sorgte für Heiterkeit, manchmal aber auch für Irritationen. Sympathie hatte Vogt für Gretchen, die in der Kerkerszene ablehnt, mit Faust zu gehen, der ja immer noch "mit dem Teufel tanzt". So wird Gretchen gerettet.

Die Theateraufführung fand in der Aula des Friedrichsgymnasiums statt. Organisiert hatten die Veranstaltung Frau Dörner und Frau Jandausch gemeinsam mit Deutschkollegen der Nachbarschule. Der "Faust" ist Lektürevorgabe des Kultusministeriums für das Abitur 2020. Auch eine Inszenierung muss im Unterricht besprochen werden.

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