„Die Marquise von O.“ auf der Bühne

Für die Deutschkurse der Q2 führte das Turmalin-Theater die Novelle „Die Marquise von O.“ von Heinrich von Kleist, die im Abitur 2019 zur Obligatorik gehört, in einer szenischen Bearbeitung auf.

Kleists Novelle berichtet von einer wirklich unerhörten Begebenheit: Die Marquise von O. kommt „ohne ihr Wissen in andre Umstände“ und bittet darum, „dass der Vater zu dem Kinde, das sie gebären würde, sich melden solle.“ Zwar waren einige Schülerinnen und Schüler der Q2 verwundert, dass bei der Aufführung des Theaterstücks, das sich an die Novelle anlehnt, nur eine einzige Schauspielerin auf der Bühne stand und verschiedene Rollen verkörperte. Die darstellerische Leistung von Cornelia Gutermann-Bauer vom Turmalin-Theater, die Kleists Werk gemeinsam mit ihrem Mann Günter Bauer bearbeitet hatte, würdigten aber alle. Gutermann-Bauer machte die innere Zerrissenheit der Hauptfigur, die sich im Verlauf der Handlung von der Tochter eines Obristen und angepassten Witwe zur selbstbewussten Frau entwickelt, sehr anschaulich. Ans RGH eingeladen hatte das Turmalin-Theater die Deutschlehrerin Frau Jandausch. Der Förderverein unterstützte die Aufführung.

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