Biologie

Der Biologieunterricht in der Erprobungsstufe greift nach Möglichkeit Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler aus dem Sachunterricht der Grundschulen auf. Im Vordergrund stehen neben dem Menschen zunächst einheimische Tier- und Pflanzenarten (Nutzung durch den Menschen, Verhalten, Bezüge zu Jahreszeiten und Lebensräumen, ...). Zur Biologie des Menschen gehören auch Aspekte der Gesundheitserziehung (Bewegung, Körperhaltung, Gewicht der Schultasche, gesunde Ernährung, Sexualität, Auseinandersetzung mit suchterzeugenden Substanzen und Verhaltensweisen, vor allem Nikotin, Alkohol, Essstörungen).

Mit dem Fach Biologie lernen die Kinder erstmals eine Naturwissenschaft kennen. Daher kommt dem Fach eine besondere Rolle bei der Einführung grundlegender naturwissenschaftlicher Denk- und Arbeitsweisen zu, wobei Beobachtungen (möglichst am lebenden Objekt) und einfache Unterrichtsversuche einen zentralen Stellenwert haben.

In der Mittelstufe werden zunehmend naturwissenschaftliche Gesetze und Regeln erarbeitet und die Schülerinnen und Schüler erhalten bis zum Ende der Jahrgangsstufe 9 einen ersten Überblick über zentrale Themengebiete und Arbeitsweisen der Biologie (Kommunikation und Regulation, Ökologie, Genetik, Individualentwicklung, Evolution), die in der Oberstufe maßgeblich vertieft werden.

Praxisbezug und Methoden naturwissenschaftlichen Arbeitens werden auch durch unsere Kooperation mit außerschulischen Institutionen vermittelt. So hat sich die langjährige Zusammenarbeit - besonders der Unter- und  Mittelstufenklassen - mit dem Biologiezentrum Gut Bustedt in Hiddenhausen bewährt. Auch das IFT-Nord gehört zu unseren Kooperationspartnern, da alljährlich mehrere Klassen der Unter- und Mittelstufe am Nichtraucher-Projekt (bzw. Wettbewerb) "Be smart - don't start" teilnehmen und dort mit kreativen Beiträgen (Plakate, Filmprojekt) wiederholt unter den Preisträgerinnen und Preisträgern waren. Für die Jahrgangsstufe 9 gibt es im Rahmen eines sexualpädagogischen Unterrichtsprojektes die Zusammenarbeit  mit dem Diakonischen Werk Herford.

In der Oberstufe wird Biologie häufig gewählt, so dass neben mehreren Grundkursen in der Regel zwei Leistungskurse gebildet werden können, einer oft in Kooperation mit dem Friedrichs-Gymnasium. Der Biologieunterricht in der Sekundarstufe II soll Schülerinnen und Schüler zum reflektierten Umgang mit biologischen Fragestellungen und Problemfeldern anleiten, ihnen die Orientierung über gesellschaftlich relevante biologisch-medizinische Forschungsergebnisse ermöglichen und sie durch die wissenschaftspropädeutische Ausrichtung auf die Anforderungen eines naturwissenschaftlichen Studiums (vor allem Biologie, Biochemie oder Medizin) vorbereiten.
Zu unseren außerschulischen Kooperationspartnern gehören in dieser Stufe das "B!lab" in Beverungen und die Universität Osnabrück (Schülerversuche mit genetischem und gentechnischem Schwerpunkt), die Universität Bielefeld (Praktikumsangebote), das Gut Bustedt (Gewässeranalyse), u.a.